Lernort Kino
Wir laden Sie ins Kino ein ...
... jeden letzten Dienstag im Monat (außer in den Ferien).
Beginn: 19:30 Uhr, Medienzentrum Kassel
Der Eintritt ist frei. - Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Bringen Sie nette Menschen mit.
Filmhefte und Begleitmaterialien bei www.kinofenster.de
27. April 2010, 19:30 Uhr: Drachenläufer
Drachenläufer ist ein Roman des afghanisch-amerikanischen Schriftstellers Khaled Hosseini, der 2003 erschien und 2007 von Marc Forster verfilmt wurde.
Amir und Hassan, zwei befreundete Jungen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, wachsen im Kabul der 1970er Jahre auf. Amir, Sohn eines großbürgerlichen Paschtunen, macht sich für den Tod seiner Mutter, die bei seiner Geburt verstarb, schwere Vorwürfe. Hassan, der Sohn des Hausdieners Ali und Angehöriger der Hazara, einer diskriminierten Ethnie, lässt sich gerne von Amir Geschichten vorlesen. Hassan kann nicht lesen und nicht schreiben, ist aber charakterlich ein durch und durch aufrichtiger Mensch und Amir, den er sehr bewundert, in unerschütterlicher Freundschaft ergeben. Die beiden Jungen genießen das Leben im bürgerlichen Kabul und gewinnen zusammen einen mit Papierdrachen ausgetragenen Wettkampf.
Eines Tages versucht der kräftigere Assef die beiden Freunde zu verprügeln. Hassan vertreibt Assef und seine Freunde mit seiner Zwille. Baba, Amirs Vater, schenkt Hassan zum Geburtstag eine Operation, die dessen angeborene Hasenscharte entfernt. Etwas später wird jedoch Hassan von Assef zusammengeschlagen und vergewaltigt. Amir, der dies heimlich beobachtet, aber zu feige ist, Hassan zu helfen, macht sich nach diesem Vorfall schwere Vorwürfe. Aus Scham über sein Versagen kann er nicht damit umgehen, dass Hassan weiter in seiner Nähe ist, und schiebt Hassan einen fingierten Diebstahl unter, damit dieser aus dem Haus gejagt wird. Hassan gesteht die Tat, obgleich er diese nicht begangen hat. Amirs Vater – von ihm Baba genannt – verzeiht die angebliche Tat, aber Hassans Vater Ali verlässt das Haus mit seinem Sohn, um der Schande zu entgehen...
25. Mai 2010, 19:30 Uhr: So viele Jahre liebe ich dich
So viele Jahre liebe ich dich (Originaltitel: Il Y A Longtemps Que Je T'aime) ist ein Drama aus Frankreich. Die Hauptrollen besetzen Kristin Scott Thomas als Juliette Fontaine und Elsa Zylberstein als Léa.
Hinter der als Kindsmörderin verurteilten Juliette liegen 15 Jahre Haft, vor ihr das Wiedersehen mit ihrer jüngeren Schwester Léa, zu der sie während ihrer Zeit im Gefängnis keinen Kontakt hatte. Léa, die mit ihrem Mann Luc und zwei Adoptivtöchtern ein glückliches Leben führt, nimmt die verschlossene Juliette mit offenen Armen in ihre Familie auf und unterstützt sie bei ihren ersten Schritten in der wiedererlangten Freiheit...
29. Juni 2010, 19:30 Uhr: Home
Home ist ein freier Dokumentarfilm des französischen Fotografen und Journalisten Yann Arthus-Bertrand. Der Film besteht weitgehend aus Luftaufnahmen, die mit einer hochauflösenden Digitalkamera in über 50 Ländern auf allen Kontinenten der Erde gedreht wurden. Am 5. Juni 2009, dem Weltumwelttag, wurde er weltweit gleichzeitig im Kino, auf DVD, im Fernsehen und im Internet veröffentlicht. In Paris wurde er auf Großleinwänden vor dem Eiffelturm gezeigt.
Der Film besteht großenteils aus Luftaufnahmen aus verschiedenen Gebieten der Erde – vom tropischen Regenwald über die arktische See bis hin zu Großstädten wie Tokio, Dubai oder Lagos. Der aus dem Off gesprochene Kommentar thematisiert ökologische und soziale Probleme, wie die globale Erwärmung, Überbevölkerung, Bodenerosion, die Ausbeutung natürlicher Ressourcen, Trinkwassermangel und den Artenschutz. Im Schlussteil werden noch einige positive Entwicklungen gezeigt, wie der zunehmende Einsatz von Windenergie und Solarenergie und die Rolle des persönlichen Konsumstils.
Die Intention des Films ist es, nach Aussage der Macher, die Biodiversität der Welt und die Bedrohung des ökologischen Gleichgewichts durch den Menschen zu zeigen. Er soll somit eine Hommage an die Schönheit der Natur sein und gleichzeitig ihre Verletzlichkeit zeigen, wodurch dem Publikum die Dringlichkeit des Umweltschutzes und die gemeinsame Verantwortung für unsere Erde ins Bewusstsein gerufen werden soll.